Die optimale Krankenversicherung ist …

PKV Gesundheit

PKV Gesundheit

Die Überschrift verspricht mehr, als sie halten kann. Denn eine eindeutige Antwort nach der Frage der optimalen Krankenversicherung kann es nur im individuellen Einzellfall geben. Genau darum soll es in diesem Artikel gehen. Eine der wesentlichen Leistungen von Otto von Bismark war die Einführung einer allgemeinen Krankenversicherung. Seinerzeit nur für Arbeiter, aber schnell gründeten sich Unternehmen, die auch andere Berufsgruppen gegen das Risiko Krankheit versicherten. 

Heute gibt es in Deutschland ein sog. zweigleisiges Modell: die gesetzliche Krankenversicherung und die private Krankenversicherung. Beide befinden sich in einem stetigen Konkurrenzkampf um Mitglieder und Leistungsangebote – und beide stehen aufgrund der demografischen Entwicklung und der zunehmenden Kosten im Gesundheitsbereich mit dem Rücken zur Wand.

Für alle: GKV

Grundsätzlich gilt: jeder muss krankenversichert sein. Und für jeden stehen die sog. gesetzlichen Krankenkassen (GKV) offen. Dazu gehören

  • die allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK)
  • die sog. Ersatzkassen (EK, z.B. Barmer, Techniker etc.)
  • die Innungskassen (IK)
  • die Betriebskkrankenkassen (BK).

Der Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenkassen ist mehr oder weniger gleich. Das gilt auch für die monatlichen Beiträge zur Krankenversicherung. Denn diese werden anhand des Einkommens berechnet. Wer viel verdient, zahlt viel. Und umgekehrt. Dennoch sind die Leistungen für alle identisch. Die gesetzlichen Krankenkassen bieten also eine echte solidarische Versicherung, bei der die Starken die Schwachen tragen.

Alternative: PKV

Anders ist es bei den privaten Krankenkassen. Diese werden von Unternehmen oder Gesellschaften getragen, die privat-wirtschaftlich organisiert sind. Zur Zeit gibt es 44 PKV-Versicherer in Deutschland. Dort werden die Monatsbeiträge (sog. Prämien) anhand des Alters, des Gesundheitszustandes, des kalkulierten Risikos und des gewählten Leistungsumfanges errechnet. Wer gesund ist, Kinderlos, Nichtraucher und zu keiner Risikoberufsgruppe gehört, kann einen Tarif auswählen, bei dem nur wenige Leistungen abgedeckt sind und die Zuzahlung relativ hoch. Dadurch sinken die Monatsprämien im Vergleich zur gesetzlichen Krankenkasse erheblich.

Andererseits, wer mehr Leistungen möchte, kann die individuell über die Privatkasse versichern. Und dann bekommt man als sog. Privatpatient eine bevorzugte Behandlung, weil die privaten Kassen die Ärzte besser vergüten als die gesetzlichen Kassen. Die folgende Grafik zeigt noch einmal die wesentlichen Unterschiede zwischen GKV und PKV:

Unterschiede GKV - PKV

Unterschiede GKV – PKV

Allerdings darf nicht jeder in eine private Krankenversicherung wechseln. Voraussetzung ist entweder, dass man einer bestimmten Berufsgruppe angehört: Beamte, Freiberufler (Anwälte, Ärzte), Selbständige oder Stundenten – oder man hat als Arbeitnehmer ein dauerhaftes Einkommen oberhalb der sog. Jahresbeitragsentgeldgrenze. Aktuell (2014) sind das 52.200 Euro Jahresgehalt (inkl. Weihnachtsgeld).

Der Wechsel in eine private Krankenversicherung will aber gut überlegt sein, denn man darf nicht wieder zurückwechseln – bzw. nur unter sehr harten Bedingungen (z.B. Insolvenz und ALG II).

Wer vorhat, in eine PKV zu wechseln, hat ein Problem: es gibt hunderte von verschiedenen Tarifen, die jeweils unterschiedliche Leistungen umfassen. Wie soll man da sinnvoll vergleichen? Im Internet findet man sog. Vergleichsrechner. Diese stellen nach Eingabe einiger Eckdaten den Kontakt zu einem Versicherungsberater her, der einen unabhängigen PKV-Vergleich anbietet. Das Ganze ist kostenlos und unverbindlich. Wer dem Berater nicht traut, kann sich ohne Problem eine zweite oder dritte unabhängige Beratung einholen.

Mehr zum Thema Private Krankenversicherung auf meiner neuen Website PKV-Gesundheit.de.

Und, wie seid ihr versichert?

PKV-Gesundheit.de

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Kategorie: Gesundheit
| 3 Kommentare

3 Kommentare bisher

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  1. 22. Juli 2014 um 18:51 Uhr

    Christian sagt,

    Oha Martin, da sind aber doch einige inhaltlich nicht korrekte und gefährliche Aussagen im Text (gilt auch bzw. vor allem für pkv-gesundheit.de)… Nicht bös gemeint, aber du solltest dich da doch eher intensiver mit dem Thema auseinandersetzen, bevor du dazu was veröffentlichst oder besser mal wirklich jemanden mit ausgewiesenen Fachkenntnissen drüber schauen lassen 🙁 Nichts für ungut.

  2. 4. August 2014 um 13:23 Uhr

    Krankenversicherung Fan sagt,

    Also ich finde die Entscheidung sehr schwierig, ob nur gesetzl. Krankenversicherung oder private Krankenversicherung. Selbst kann man das ja schon mittlerweile gar nicht mehr entscheiden, da braucht man schon einen Krankenversicherung Vergleich und eine Krankenkassenberatung.

  3. 5. August 2014 um 09:15 Uhr

    Missfeldt sagt,

    @Christian: Danke für die Hinweise, die mir dann aber doch zu schwammig sind. Ich setze mich intensiv damit auseinander – und wenn Du meinst, dass da inhaltliche Fehler drin seien, dann sag es bitte konkret. Das nützt den Lesern.

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