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FC Bayern verliert Champions-League-Finale – Inter Mailand zwingender

Fussball-Taktik

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Der FC Bayern München hat die Champions-League verloren nicht gewonnen. Im Finale unterlagen die Münchner dem Team von Inter Mailand mit 0 : 2. Die Bayern haben damit das Triple verpasst. Nach der deutschen Meisterschaft und dem Pokalsieg hoffte ganz Fussball-Deutschland auf den Gewinn der Königsklasse des europäischen Fussballs. Leider hat es nicht sollen sein: trotz deutlicher Feldüberlegenheit konnten die Bayern einfach kaum zwingende Strafraumszenen herausspielen.

Inter hatte zwar seltener den Ball, aber konnte durch Rocky-Double Stürmerstar Diego Milito zwei Tore erzielen. Nichts desto trotz: Herzlichen Glückwunsch auch an den FC Bayern, der eine grandiose Saison gespielt hat.

Das Spiel begann vielversprechend. Zwei europäische Top-Mannschaften spielten in den ersten 15 Minuten munter hin und her. So nach und nach setzten sich dann jedoch die verschiedenen taktischen Spielsysteme durch. Obwohl die Bayern zwar deutlich mehr Ballbesitz hatten, konnten sie dennoch kaum zwingende Torchancen herausspielen. Auf der anderen Seite ließ Inter Mailand die Bayern gewähren, konnte jedoch durch gezielte Konter erheblich mehr Torgefahr erzeugen. Nach ca. 30 Minuten schienen die Bayern etwas ratlos, was darin mündete, dass Butt in dieser Phase die meisten Ballkontakte hatte: es ging einfach immer nur hinten herum. In der 35 Minute rächte sich das drucklose Spiel der Bayern. Eine langer Abschlag landete auf dem Kopf von Inter-Stürmer Diego Milito, der ihn kurz auf Snijder weiterleitet. Der nimmt die Lederkugel kurz an und legt sie direkt in den freien Raum Richtung Bayern-Tor. Milito gewinnt das Laufduell gegen Bayern-Verteidiger Demichelis und schiebt den Ball nach einem angetäuschten Fussschlenker, der Butt zu Boden reißt, an den entgegenkommenden Bayer-Keeper vorbei. Danach nahmen die Bayern zwar erneut das Heft in die Hand, allerdings erneut ohne zwingende Strafraum-Szenen.

Nach der Pause setzte sich das Spiel fort: die Bayern kontrollierten den Ball, konnten jedoch nicht in den Strafraum eindringen. Hinzu kam, dass die Flanken an diesem Tag lausig waren. Selbst die gefährlichen Kurvenbahnen, die Arien Robben in dieser Saison schon so of an der Strafraumgrenze gezogen hatte, wirkten heute irgendwie verbraucht. Schweinsteiger und van Bommel konnten das Spiel zwar lenken, aber immer nur in Richtung Sicherheitfussball. Es war, als wollten die Bayern ihren Rückstand verwalten.

Fussball CL-Sieger

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Und wie das so ist, wenn eine Mannschaft überlegen scheint, nutzt die andere eine kleine Unaufmerksamkeit, um gnadenlos zuzuschlagen: in der 70. Minuten stürmt Milito auf den halblinks auf den Strafraum zu, läßt van Buyten durch einen simple Körpertäuschung ins Leere laufen und netzt den Ball ganz cool auf den entgegenkommenden Butt vorbei ein. Gnadenlos, eiskalt. In der Folge hofften die Bayern-Anhänger noch auf ein Aufbäumen. Vergeblich, irgendwie passte an diesem Tag bei den bayern nichts zusammen. Kaum jemand traute sich mal etwas überraschendes zu, Robben, Olic, Schweinsteiger, Lahm – sie blieben alle hinter ihren Möglichkeiten.

Und dann war das Spiel vorbei – ein frustrierendes Spiel. Bayern wollte, aber konnte nicht…

Das Spiel war auch ein Duell der „Super-Trainer“. Inter-Coach Jose Mourinhio ging schon eine Minute vor Abpfiff zu seinem einstigen Mentor und Lehrmeister van Gaal hinüber und holte sich seine Glückwünsche ab. Man spürte förmlich, dass es ihm ein klein wenig leid tat. Mourinho war seinerzeit Assistenz-Coach von Trainer-Legende Van Gaal beim FC Barcelona. Die etwas grossspurigen Äußerungen von van Gaal, nach der er den schöneren Fussball spielen würde, haben sich nicht bewahrheitet. Mehr Ballbesitz ist nur dann schön, wenn man auch etwas daraus macht. Es nützt nix…

Deutschland WM2010

Deutschland WM2010

Trotz der Niederlage bleibt Bayern München im deutschen Fussball das Mass der Dinge. Nach 22 deutschen Meisterschaften, 15 Pokalsiegen und 3 Champios-League-Erfolgen ist der FC Bayern mit weitem Abstand die erfolgreichste deutsche Vereinsmannschaft. Und an einer Niederlage kann man als Spielerpersönlichkeit auch reifen. Also, das Motto für die deutschen Spieler im Dress der Bayern: Mund abwischen, Tränen wegdrücken, und mit voller Konzentration den nächsten großen Zielen entgegen…

Fussball-Taktik - System-Analyse der Spielsysteme

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Kategorie: Fussball
| 8 Kommentare

8 Kommentare bisher

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  1. 23. Mai 2010 um 00:36 Uhr

    Marius sagt,

    Bei Bayern hat einfach Kreativität gefehlt, ist zwar ein ziemlich abgedroschener Satz, aber er trifft für dieses Spiel, eigentlich gut zu. Man hat klar gemerkt, dass Ribery gefehlt hat.

  2. 23. Mai 2010 um 10:37 Uhr

    Debian sagt,

    Hehe die Taktikanalyse in deinem Bild bringt es auf den Punkt! Das hat schon Barcelona nicht weiter geholfen und den Bayern schon gar nicht…

  3. 23. Mai 2010 um 19:31 Uhr

    Schnurpsel sagt,

    Feurig und heiß, Grils warten…

    Samstag abend kurz vor dem Beginn des Champions-League-Finales zwischen dem FC Bayern München und Inter Mailand. Ich schaue mir im SAT.1-Videotext die aktuellen Informationen zum Spiel an, da springt mir oben rechts eine kleine Werbeeinblendung ins Aug…

  4. 24. Mai 2010 um 11:30 Uhr

    Sepp sagt,

    Ribery hat gefehlt das war mehr als offensichtlich, aber es nur daran festzulegen wäre zu einfach. Die ganze Mannschaft konnte nicht an die guten Leistungen der letzten Spiele anknüpfen. Dies lag vor allen Dingen am Gegner. Wer Chelsea und Barca ausschaltet hat den Titel verdient. Aber mit der Vertragsverlängerung von Ribery hat Bayern ein Zeichen gesetzt. Ich freue mich auf die neue Saison

  5. 24. Mai 2010 um 11:57 Uhr

    Rainer sagt,

    eigentlich wollte ich, dass die Bayern das Finale gewinnen. Aber nur, damit die Italiener den Pokal nicht bekommen.
    Und die Bayern hätten es schaffen können.
    Erstens sind Sie an der eigenen Aroganz gescheitert, es hat von Beginn an so ausgesehen, unter dem Motto, ruhig bleiben, die packen wir schon, und wenns in der Verlängerung ist. Der Wille das Enspiel zu gewinnen war kleiner, als der Wille ins Endspiel zu kommem. Und wenn Hönes sagt, man muß bedenken, wer der Gegner ist, dann bescheinigt er seiner Mannschaft, keine Spitzenmannschaft zu sein.
    Zum Trainer, wenn man merkt, dass Robben kalt gestellt wird, muß er wechseln. Dann muß er das Inter Konzept zu NICHTE machen.
    Also, selber Schuld. Und kein Mitleid.
    Alles andere ist schönreden und Augen zu machen. Man kann nur hoffen, dass man wenigstens intern offen und ehrlich analysiert wird.
    Übermenschlich, war Inter jedenfals nicht. HSV, Bremen oder auch Dortmund, die hätten das wohl besser gelöst.

  6. 24. Mai 2010 um 17:38 Uhr

    Patrick sagt,

    Wow, ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Gefällt mir echt sehr gut. 😀

  7. 25. Mai 2010 um 08:05 Uhr

    Ursula sagt,

    Schade, dass das Spiel nicht besser für die Bayern gelaufen ist! Dies tut mir gerade für meinen Sohn leid, der schon jahrelang absoluter Bayern-Fan ist. Ich glaube aber, dass hat seiner Begeisterung für den Verein trotzdem keinen Abbruch getan. Das sind halt echte Fans…

  8. […] Artikel über Fussball sind da jedoch anders: es ist echte Leidenschaft und ein gehöriges Maß an Vorfreude, die […]

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